Von Langzeitprojekten und anderen Baustellen

Ich weiss, ich weiss, ihr seid hier alle zu kurz gekommen in den letzten Tagen. Ich habe mich schon länger nicht mehr gemeldet, habe euch schon eine Weile nichts mehr gezeigt.

Die Gründe sind vielfältig:

Erstens lähmt mich eine Erkältung mehr, als ich gedacht habe. Müde bin ich, verschnupft und habe keine Lust, zu Nähen. Ich fühle mich, wie man sich eben mit einer Erkältung so fühlt…

Zweitens habe ich einige Aufträge abgearbeitet, nichts Spannendes zum Zeigen. Doch, vielleicht das hier: Ich durfte für meinen Patensohn ein Fasnachtskostüm nähen. 8 Jahre alt ist er und durfte dieses Jahr zum ersten Mal bei den Tambouren der Fasnachtszunft Ryburg am Umzug mitmachen. Stolzes Gotti bin ich 🙂

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Drittens ist in anderthalb Wochen wieder das Nähweekende mit meinen liebsten Nähfreundinnen. Zugeschnitten ist schon Einiges, genäht natürlich noch nichts. Sonst habe ich in den zwei Tagen dort ja nichts mehr zu tun, hihihi.

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Vorbereitungsarbeiten….

Viertens habe ich wieder mit einem Langzeitprojekt angefangen. Einen Quilt soll es wieder geben, als Bettüberwurf für unser grosses Bett. Diesmal aber werde ich das Top mit der Maschine nähen. Wie ich es Quilten möchte, weiss ich noch nicht. Zugeschnitten ist alles und die ersten Blöcke habe ich auch schon genäht. Im Gegensatz zur Vorlage werde ich meinen Quilt in Türkistönen halten, das behagt dem Eulenmann eher als der Traum in Pink. Immer wenn ich Zeit und Lust habe, nähe ich ein bisschen an dem Quilt. Es eilt nicht, um ihn fertig zu stellen, ich nähe ihn in MEINEM Tempo.

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So soll er mal aussehen, mein Quilt…

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Zugeschnitten und sortiert….

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Die ersten Blöcke sind genäht!

Und schlussendlich fünftens arbeite ich an einem Häkeltuch und an einem Paar Socken für das kleine Eulenkind. Beides ist noch nicht fertig und beschäftigt mich unterwegs oder abends beim TV schauen.

Bald wird es wieder eine ganze Menge von mir zu sehen geben. Spätestens nach dem Nähwochenende, versprochen!

Ich wünsche euch allen einen schönen Tag!

 

Stolz – Mein Hexagonquilt ist fertig!

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Voller Stolz kann ich euch heute meinen Hexagonquilt zeigen. Vor über einem Jahr habe ich begonnen, von Hand hunderte Hexagone zusammenzunähen. Ich habe also viele, viele Papierschablonen ausgeschnitten und die Stoffstücke geheftet, sortiert, zusammengenäht. English Paper Piecing nennt sich diese Methode.  1147 Stück insgesamt. 135x 186 cm gross ist der Quilt schlussendlich geworden.

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Das Top war dann anfangs Jahr zusammengenäht und wartete nur noch aufs Quilten. Und das war eben der Knackpunkt. Noch nie habe ich es geschafft, eine Patchworkdecke mit der Nähmaschine zu quilten, nie wurde es wirklich schön. Das handgenähte Top war mir dann ehrlich gesagt zu schade, um mit meinen stümperhaften Quiltversuchen auf der Nähmaschine doch noch verhunzt zu werden. So schlummerte das fertige Top Wochen und Monate im Regal bis ich einen Entschluss gefasst hatte. Ich würde die Decke von Hand quilten.

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Vor unseren Sommerferien habe ich die Decke geheftet, damit ich in unseren Sommerferien an der Decke arbeiten konnte. Ich habe im Urlaub immer wieder an der Decke gearbeitet, nach zwei Wochen hatte ich 3/4tel der Decke hatte ich gequiltet. Den Rest habe ich schliesslich zu Hause fertig gemacht, und auch das Binding ist zu Hause entstanden.

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Die Nähmaschine habe ich nur für das Binding gebraucht: Ich habe die einzelnen Stoffstreifen zu einem langen Streifen mit der Maschine zusammengenäht und auch das Binding in einem ersten Schritt mit der Maschine an die Decke genäht. Das Binding fertig angenäht habe ich dann allerdings wieder klassisch von Hand. Das Allerallermeiste an diesem Quilt ist also wirklich VON HAND GENÄHT!

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Da ist sie nun also, meine Decke. Mein Langzeitprojekt. Es stecken viele Stunden Arbeit darin, aber die ganze Arbeit hat sich gelohnt. Ich bin stolz, dass ich den Quilt fertig genäht habe und dass er so schön geworden ist. Natürlich hat es da und dort eine kleine Falte oder eine Unregelmässigkeit, aber für mich ist er einfach nur perfekt.

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Ich werde bestimmt wieder einen Quilt nähen. Ob wieder von Hand weiss ich nicht, aber es war eine sehr schöne und entspannende Arbeit.

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Meinen Hexagonquilt teile ich gerne bei RUMS.

Ich wünsche euch allen einen schönen Tag!

 

Die erste Etappe

Die erste Etappe von meinem Langzeitprojekt habe ich geschafft: Das Top von meinem Hexagonquilt ist fertig zusammengenäht.

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Viele Stunden – meist abends während der TV lief – habe ich mit den vielen Stoffstückli verbracht. Etappenweise habe ich sie geheftet, sortiert, ausgelegt, gebündelt, zusammengenäht. Total sind es 1015 Hexagone, das Top misst etwa 130×180 cm.

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Ja, es war eine Menge Arbeit. Zu Beginn, als ich die Menge Hexagone gesehen habe, habe ich gedacht, ich schaffe das nie. Nie im Leben kann ich ein so grosses Stück von Hand nähen. Aber langsam und stetig ist die Decke gewachsen, und jetzt ist das Top fertig. Eigentlich ging es sogar ziemlich schnell, erst vor den Sommerferien habe ich mit dem Zusammennähen begonnen.

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Wie es jetzt weitergeht, weiss ich noch nicht genau. Eine Decke, ein Quilt soll es daraus geben. Ich werde in Ruhe einen schönen Stoff für die Rückseite suchen. Uni? Gemustern? Hell? Dunkel? Noch habe ich keinen Plan, noch sind da lauter Fragezeichen. Ein nettes Binding, welches ich sicher von Hand annähen werde, kommt rundherum. Da kann ich den Stoff erst suchen, wenn ich weiss, wie die Rückseite wird. Dann die Frage der Fragen: Welche Füllung bekommt mein Quilt? Da werde ich mich gut beraten lassen müssen. Wie ich sie Quilten möchte, weiss ich auch noch nicht. Vielleicht auch von Hand wie der letzte Quilt? Oder soll ich es wagen und mit der Maschine quilten? Da sind meine Erfahrungen leider nicht sehr positiv. Fragen über Fragen 🙂

Auf jeden Fall hat die Fertigstellung der Decke keine Eile. Lieber eine tolles Endergebnis, bei dem alles passt, als jetzt schnell schnell fertig machen und dann gefällt sie mir nicht. Ich bin sicher, der Lauf der Zeit wird mir helfen, die Fragen zu beantworten.

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Jetzt freue ich mich erst mal über meinen Regenbogen und suche mir eine andere Abendbeschäftigung 🙂

Habt alle einen wunderschönen Tag!

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Ich bin wieder da!

Zwei Wochen waren wir im Sommerurlaub, sehr entspannt und ausgeruht bin ich jetzt wieder zurück.

Zwei Wochen Ostsee – Sand, Sonne, Meer und Wind.

Zwei Wochen mit keinem oder nur sehr eingeschränktem Internet (kaum zu glauben, aber das ging viel besser als gedacht).

Zwei Wochen Familienzeit, die wir wirklich sehr genossen haben.

Zwei Wochen ohne Nähmaschine, Overlock und Plotter, dafür mit vielen Büchern und vielen Hexagons, die ich von Hand zusammengenäht habe.

Jetzt bin ich also wieder da, ausgeruht und entspannt, voll Tatendrang und motiviert, neue Dinge entstehen zu lassen.

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In den Ferien habe ich, wie schon erwähnt, an meinem Hexagonquilt weitergearbeitet. Über die Hälfte des Tops ist zusammengenäht (aktuell sind 620 von 1015 Hexis vernäht). Der Plan, eine Regenbogendecke zu nähen, scheint aufzugehen, ich bin mit dem Farbverlauf bisher sehr zufrieden. Nun fehlen noch die Blau- und Grüntöne und einige Hexis in Braun und Schwarz. Das fertige Top werde ich wahrscheinlich auf einen hellen (weissen) Baumwollstoff aufnähen.so dass das Top auf jeder Seite etwa zehn Zentimeter an Grösse gewinnt. Auch die Rückseite werde ich wahrscheinlich so (also uniweiss) gestalten, dafür möchte ich ein buntes Binding annähen. Aber das ist alles noch nicht so ganz durchdacht und geplant, ich werde einfach mal weitermachen und dann schauen 😉

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Die nächsten Nähprojekte für die Mädels und mich sind auch schon in den Startlöchern. Wir brauchen hübsche Kleider für eine Hochzeit. Die Mädels dürfen Blumenkinder sein und bekommen beide ein hübsches Kleid aus Seide (noch selten einen so teuren Stoff angeschnitten) und Lochstickerei, für mich habe ich einen Burdaschnitt vorgesehen. Ich zeige euch die fertigen Kleider in ein paar Tagen 🙂

Ich wünsche euch einen schönen Abend!

Rag Quilt No 2

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Nun ist der Bettüberwurf für das grosse Eulenkind also auch fertig. Auch diese Decke ist superschnell fertig geworden, am Montag zugeschnitten und mit Nähen begonnen (schön war der Montag ein Feiertag!) und gestern fertiggenäht. Abends zum langweiligen Film die Fransen eingeschnitten. Und über Nacht gewaschen und getrocknet.IMG_0722Kopie IMG_0724Kopie

Genau gleich wie beim Rag Quilt No 1 habe ich die Patchworkstoffe von Aliexpress (es sind mehr oder weniger die gleichen Stoffe wie bei der anderen Decke) und den Molton von Buttinette. Das grosse Eulenkind hat sich einen wollweissen Molton ausgesucht. Eine kluge Entscheidung, finde ich, denn hier haben die Stoffe in der Waschmaschine nicht abgefärbt und der Quilt wirkt ruhiger als der pinkfarbene. Die Farben, die die Eulenkinder sich ausgesucht haben, passen aber ausgezeichnet zu ihren Charakteren…. Beide Mädchen sind glücklich mit ihren Decken und ich natürlich auch. Freude macht mir auch das Lernen dieser (für mich neuen) Technik, so ist meine Angst, eine Patchworkdecke beim Quilten zu ruinieren, doch beträchtlich kleiner geworden.

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Vorerst werde ich jedoch keine Patchworkdecke mehr nähen. So gerne ich es auch mache, ist jetzt aber wieder Zeit für Kleidung und für anderen Kleinkram angesagt. Einige Kinder- und Babygeschenke warten darauf, genäht zu werden, ausserdem werde ich Kleider für eine Hochzeit nähen, sicher für die Eulenkinder, vielleicht auch für mich. Und wenn das Päckchen mit den schon zugeschnittenen Hexagons ankommt, werde ich mich in mein Langzeitprojekt „Hexagondecke von Hand“ stürzen. Also doch wieder Patchwork. Nur ganz anders und nicht mehr so schnell…

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Was sind eure nächsten Projekte? Arbeitet ihr nach einer „To do“-Liste oder einfach, worauf ihr gerade Lust habt? Ich bin eher der spontane Typ und mag es nicht so gerne, nach festen Vorgaben zu arbeiten. Ich muss lustvoll bei der Arbeit sein, es soll ein „dürfen“ sein und nicht ein „müssen“.

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Habt einen zauberhaften Tag!

Rag Quilt No 1

Seit meinem letzten Quiltprojekt geistert in meinem Kopf die Idee herum, den Eulenkindern einen Bettüberwurf zu nähen. Allerdings sollte das Projekt nicht so aufwändig sein und in etwas kürzerer Zeit zu realisieren sein als meine letzte Patchworkdecke.

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Bei Pinterest bin ich über den Rag Quilt gestolpert und habe mich etwas genauer mit dieser Technik auseinandergesetzt. Der Rag Quilt ist ideal für mein Vorhaben: relativ schnell genäht, kuschelig durch die Fransen und den verwendeten Flanell UND vor allem (der wichtigste Punkt!) fällt das abschliessende Quilten weg weil die einzelnen Stoffstücke jeweils einzeln zu einem Quiltsandwich verarbeitet und dann als Ganzes zusammengenäht werden.

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Bei Aliexpress habe ich mir dann kürzlich Patchworkpakete bestellt. Die Stoffstücke sind bereits alle in der gleichen Grösse zugeschnitten und bunt gemischt, für mein Vorhaben ideal. Und sie sind für wirklich kleines Geld erhältlich, da nehme ich die langen Lieferzeiten gerne in Kauf. Über einen Monat waren die Stoffe unterwegs.

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Durch die vorgeschnittenen Stoffstücke  ist mir ein grosser Teil der Arbeit schon im Vorfeld abgenommen worden, ich musste „nur“ noch den Flanell für die Rückseite und den Fleece für das Batting schneiden. Für die Rückseite habe ich auf Wunsch des kleinen Eulenkindes unipinken Molton von buttinette genommen, das Batting besteht aus den günstigen Fleecedecken vom Möbelschweden.

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Die Stoffstücke zusammengenäht hatte ich schnell, an einem Morgen war ich fertig. Das Aufwändige an der Decke war das Einschneiden der Nahtzugaben. Obwohl ich eine gute, handliche Stoffschere benutzte, hat mir bis zum Schluss die Hand etwas weh getan. Aber nach dem obligaten Gang in der Waschmaschine und im Trockner ist jedoch der Schmerz vergessen und die Freude über den neuen Bettüberwurf für das kleine Eulenkind riesig. Die franseligen Nahtkanten sind genau so geworden, wie ich es mir gewünscht habe.

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Einen kleinen Makel hat die Decke allerdings: Trotz niedriger Waschtemperatur und einigen Farbfängertüchern hat der pinkfarbene Molton abgefärbt und ein paar der hellen Patchworkstoffe stellenweise rosa verfärbt. Das kleine Eulenkind stört sich nicht daran und ich ignoriere es nun einfach….

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Ich hätte nie gedacht, dass ich in so kurzer Zeit (nämlich innert zweier Tagen) so eine Decke hinkriege. Das Material für eine weitere Decke liegt aufdem Zuschneidetisch – natürlich bekommt das grosse Eulenkind auch einen Bettüberwurf. SIe hat den molton in Natur gewählt, da brauche ich mir wegen dem Färben zum Glück keine Gedanken zu machen.Und dann sind da noch weitere Patches unterwegs – Hexagons, 1000 an der Zahl. Diese Decke wird dann ein Ultralangzeitprojekt, ich möchte nämlich eine Hexagondecke komplett von Hand nähen. Nennt mich verrückt. Ihr habt recht.

Ich wünsche euch schöne Pfingsttage!