Aufgestrickt

Und zwar bis auf die letzte Faser, habe ich meine solargefärbte Wolle. Ich habe  – wenig phantasievoll – einen zweiten Drachenschwanz von den Nadeln hüpfen lassen. 


Den ersten Schal habe ich euch hier gezeigt, der begleitet mich durch die ersten Herbsttage. Und weil ich Halstücher sehr liebe und in der kühlen Jahreszeit eigentlich immer mit einem Halswärmer unterwegs bin, zeige ich euch eben nochmal einen Schal. Die Farben gefallen mir immer noch sehr, sie sind richtig herbstlich und sie erfüllen mich immer noch mit Stolz über das gelungene Färbeexperiment. Ohne die liebe weite Bloggerwelt hätte ich sowohl das Solarfärben als auch den Drachenschwanz nie kennengelernt…..


Meine Wolle…

…ist nach dem Solarfärbeexperiment nun trocken und muss nur noch gewickelt und verarbeitet werden. 


Damit warte ich aber noch bis es etwas kühler ist und mich unser Babykater wieder stricken lässt. Momentan verwechselt er nämlich jeden Wollknäuel mit einer Maus und verrupft mir regelmässig die Wolle 😉


Mit dieser Wolle, die mich die letzten vier Wochen begleitet hat (wer mag, guckt hier, hier, hierhier und hier, da seht ihr die Posts zum Experiment) gehe ich eine Runde bei Rums vorbei!

Neugier befriedigt – Ergebnis meines Solarfärbeexperiments

Die Wolle, die rechts liegt, war im linken Glas und umgekehrt… 😉


Seit genau vier Wochen lag meine Wolle im Färbebad. *Hier* nochmal der erste Post, wo ich geschrieben habe, was ich alles in die Gläser geschichtet habe.
Bestes Sommerwetter hat seinen Teil beigetragen, heute kann ich euch das Ergebnis präsentieren. Ich war so neugierig, wie die Wolle aussieht!

Hier nochmal die Wolle im Glas, nach vier Wochen an der Sonne

Mittags habe ich zusammen mit den Kindern die Stränge aus dem Farbbad genommen, gespült und mit Wollwaschmittel gewaschen. Jetzt liegen sie draussen auf dem Wäscheständer zum Trocknen.


Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, jetzt bleibt nur noch abzuwarten, ob die Färbung wasch- und lichtecht ist…. 
Und was es daraus gibt? Mal schauen… Armstulpen? Eine Mütze? Ein Schal? Irgendetwas Schönes wird es daraus geben.
Nächstes Jahr färbe ich wieder mit Hilfe der Sonne, mit etwas mehr vorhergehender Recherche und vielleicht etwas anderen Färberpflanzen. Blautöne würden mir noch gefallen! 😉

Nur noch eine Woche…

bleibt meine Wolle im Farbbad. Auch auf die Gefahr hin, dass ich euch langweile, melde ich mich hier wieder mit meinen wöchentlichen Fotos. Die Veränderungen sind nicht mehr so deutlich sichtbar wie zu Beginn. Und trotzdem: Ich bin immer noch so was von neugierig und schleiche immer wieder um die Gläser rum, drehe sie, betrachte sie.

Und bei diesem (fast ausnahmslos) strahlend schönen und vor allem heissen Wetter der letzten Tage und Wochen sollte die Wolle die Farbe wohl gut annehmen. Bleibt zu hoffen, dass die Farbe dann auch hält… Aber es ist ja „nur“ ein Experiment….
Also, bleibt dran, nur noch eine Woche, dann zeige ich euch die Ergebnisse….

Halbzeit

Heute gibt es nur einen kurzen Post von mir, irgendwie bin ich noch nicht ganz im Alltag angekommen und immer noch ein bisschen im Ferienmodus.

Seit genau zwei Wochen „badet“ meine Wolle im Pflanzensud. In zwei Wochen – so ist mein Plan – werde ich die Wolle wieder aus den Einmachgläsern befreien. Und so sieht sie heute – zur Halbzeit – aus. Die Farben werden intensiver, die Pflanzenteile und Blüten deutlich blasser. Ich bin sehr neugierig auf das Endergebnis, aber ich glaube, es wird gut.

 Hier scheinen sich wirklich neben den Orangetönen nun einige Stellen rot zu färben

Und im zweiten Glas gibt es nun sichtbare violette Stellen. Die Brombeeren sind schon ganz blass geworden 🙂


Uns sonst?


Seit gestern haben wir nun eine stolze Erstklässlerin daheim, alles war sehr aufregend in den letzten Tagen. 
Die Nähmaschine steht noch immer meist still. Ich bin irgendwie grad etwas ideenlos. Stimmt eigentlich nicht, ich möchte wieder etwas Kinderkleidung nähen, aber dazu brauche ich neue Jerseys. Davon ist nämllich kaum noch was da. Ich werde wohl in nächster Zeit mal etwas shoppen gehen „müssen“ 🙂

Die Spannung steigt…

Hier zeige ich euch, wie es meiner Wolle im Pflanzensud geht. Seit einer Woche stehen die beiden Gläser jetzt auf der Fensterbank in der Sonne (über fehlende Sonnenstunden kann ich mich nicht beklagen) und sie haben sich schon ganz schön verändert. Oft stehe ich vor dem Fenster und betrachte die Gläser, drehe sie, staune.


Die Wolle im linken Glas scheint orange-rötliche Farbtöne anzunehmen. 


Im rechten Glas scheint die Wolle bläulich bis grünlich zu werden. Ich hätte gewettet, dass die Wolle mehr blau-violett wird, wegen der vielen Brombeeren und Holunderbeeren drin.


Ich bin und bleibe neugierig auf das Endergebnis!

Gestern habe ich für die Freundin vom grossen Eulenkind noch eine Farbstiftrolle genäht. Solche Farbstiftrollen habe ich euch hier und hier schon mal gezeigt.
Übermorgen ist die Geburtstagsparty, ich hoffe, der jungen Dame gefällts!



Nähen mag ich momentan nicht so gerne, es ist mir definitiv zu warm. Obwohl wir ja in einem alten Haus mit dicken, dicken Mauern wohnen ist es im obersten Stockwerkwerk ziemlich warm und stickig. Und da ja das Bügeleisen beim Nähen unverzichtbar ist, wähne ich mich manchmal in einer Sauna… So geniesse ich den Sommer lieber draussen (oder im abgedunkelten Wohnzimmer…) bei einem kühlen Eistee und einem guten Buch.
Wie verbringt ihr eure Tage bei dieser Wärme?

Sonnenkraft…

…soll mir helfen, aus naturweisser Sockenwolle farbig bunte Wollknäuel zu machen. Bei der aktuellen Wetterlage kann ich mich über zu wenig Sonnenstrahlen wahrlich nicht beklagen.
Deshalb wage ich mich wieder einmal an etwas Neues. Von Solarfärbung habe ich noch nie zuvor gehört. Bei Petra von Mami Made It habe ich von dieser Methode gelesen, mit Sonne, Zeit und färbenden Pflanzen Wolle zu färben. Das hat so spannend getönt und die Bilder von den gefüllten Gläser und dem Endresultat haben mich dann überzeugt. Also habe ich mir die nötigen Zutaten (rohweisse Wolle und Alaun) besorgt und losgelegt. Die restlichen Zutaten habe ich in Haus und Garten gefunden, Einmachgläser habe ich noch ein paar im Keller, Essig gibts sowieso, und Pflanzen und Gewürze habe ich auch. 

Vorbereitungsbad in Essigwasser
Meine beiden Gläser mit je zwei Wollstrangen und vielen Färberpflanzen


Im linken Glas habe ich zwischen zwei Strängen Wolle eingeschichtet: Cochenille, Efeublätter, Dunkelrote Stockrosenblüten, Zwiebelschalen, Paprika, Kurkuma, Safran und und nochmal Efeublätter.

Das linke Glas

Im rechten Glas sind zwischen den zwei Strängen Wolle: Zwiebelschalen, Salbeiblätter, eine Grünholzmischung (ein Überbleibsel von der Ostereierfärberei), zerquetschte Brombeeren, Kornblumenblüten, leicht zerquetschte Holunderbeeren und Efeublätter.

Das rechte Glas

Auf das Ergebnis bin ich gespannt, in drei, vier, fünf Wochen (je nach Wetter und Ungeduld) zeige ich es euch 🙂 
Auf jeden Fall hat der Färbeprozess sofort angefangen. Es ist total spannend, die beiden Gläser zu beobachten und zu sehen, wie sich die Farben darin verändern.