Hexagone, Hexagone…

Ich habe euch ja schon mal erzählt, dass ich ein neues Langzeitprojekt angefangen habe. Es wird eine regenbogenbunte Hexagondecke, von Hand genäht. Den ersten Schritt habe ich getan: die etwa 1000 Hexagone sind alle um eine Papierschablone geheftet. Dies ist nötig, um die Hexis schön von Hand zusammennähen zu können. Wer sich für die Technik interessiert: hier findet ihr eine von vielen Anleitungen.

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Die Stoffstücke sind bunt wie der Regenbogen, deshalb möchte ich auch einen regenbogenartigen Farbverlauf arbeiten. Angefangen habe ich schon mit allen gelb-orangen Stoffstücken. Ich werde Blöcke von 4×5 Hexagone arbeiten (am rechten Rand kommt jeweils ein Block von 5×5 Hexis) und diese Blöcke am Schluss zusammennähen. Am Schluss habe ich 7×7 Blöcke, das gibt etwa die 1000 Hexagons, die ich habe….

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Der erste Block habe ich gestern zusammengenäht, ich bin gespannt, wie es weiterläuft. Ich hoffe, dass ich in den Ferien ein gutes Stück vorwärts komme.

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Die Stoffstücke habe ich übrigens nicht selber zuugeschnitten. Ich habe sie günstig bei Aliexpress bestellt. Das Zuschneiden finde ich immer das Mühsamste an meinen Nähprojekten. Wenn ich dieses Angebot bei Aliexpress nicht entdeckt hätte – bestimmt wäre ich jetzt nicht an einer handgenähten Decke dran…..

Ich wünsche euch einen wundervollen Nachmittag. Hier wird es in den kommenden Tagen so richtig heiss, ich bleibe im Schatten 🙂

Rag Quilt No 1

Seit meinem letzten Quiltprojekt geistert in meinem Kopf die Idee herum, den Eulenkindern einen Bettüberwurf zu nähen. Allerdings sollte das Projekt nicht so aufwändig sein und in etwas kürzerer Zeit zu realisieren sein als meine letzte Patchworkdecke.

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Bei Pinterest bin ich über den Rag Quilt gestolpert und habe mich etwas genauer mit dieser Technik auseinandergesetzt. Der Rag Quilt ist ideal für mein Vorhaben: relativ schnell genäht, kuschelig durch die Fransen und den verwendeten Flanell UND vor allem (der wichtigste Punkt!) fällt das abschliessende Quilten weg weil die einzelnen Stoffstücke jeweils einzeln zu einem Quiltsandwich verarbeitet und dann als Ganzes zusammengenäht werden.

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Bei Aliexpress habe ich mir dann kürzlich Patchworkpakete bestellt. Die Stoffstücke sind bereits alle in der gleichen Grösse zugeschnitten und bunt gemischt, für mein Vorhaben ideal. Und sie sind für wirklich kleines Geld erhältlich, da nehme ich die langen Lieferzeiten gerne in Kauf. Über einen Monat waren die Stoffe unterwegs.

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Durch die vorgeschnittenen Stoffstücke  ist mir ein grosser Teil der Arbeit schon im Vorfeld abgenommen worden, ich musste „nur“ noch den Flanell für die Rückseite und den Fleece für das Batting schneiden. Für die Rückseite habe ich auf Wunsch des kleinen Eulenkindes unipinken Molton von buttinette genommen, das Batting besteht aus den günstigen Fleecedecken vom Möbelschweden.

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Die Stoffstücke zusammengenäht hatte ich schnell, an einem Morgen war ich fertig. Das Aufwändige an der Decke war das Einschneiden der Nahtzugaben. Obwohl ich eine gute, handliche Stoffschere benutzte, hat mir bis zum Schluss die Hand etwas weh getan. Aber nach dem obligaten Gang in der Waschmaschine und im Trockner ist jedoch der Schmerz vergessen und die Freude über den neuen Bettüberwurf für das kleine Eulenkind riesig. Die franseligen Nahtkanten sind genau so geworden, wie ich es mir gewünscht habe.

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Einen kleinen Makel hat die Decke allerdings: Trotz niedriger Waschtemperatur und einigen Farbfängertüchern hat der pinkfarbene Molton abgefärbt und ein paar der hellen Patchworkstoffe stellenweise rosa verfärbt. Das kleine Eulenkind stört sich nicht daran und ich ignoriere es nun einfach….

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Ich hätte nie gedacht, dass ich in so kurzer Zeit (nämlich innert zweier Tagen) so eine Decke hinkriege. Das Material für eine weitere Decke liegt aufdem Zuschneidetisch – natürlich bekommt das grosse Eulenkind auch einen Bettüberwurf. SIe hat den molton in Natur gewählt, da brauche ich mir wegen dem Färben zum Glück keine Gedanken zu machen.Und dann sind da noch weitere Patches unterwegs – Hexagons, 1000 an der Zahl. Diese Decke wird dann ein Ultralangzeitprojekt, ich möchte nämlich eine Hexagondecke komplett von Hand nähen. Nennt mich verrückt. Ihr habt recht.

Ich wünsche euch schöne Pfingsttage!

Mit etwas Verspätung….

…aber heute morgen fertiggeworden…

eulenkling proudly presents….

Mein 365TageQuilt!

Er ist, nach fast 14 Monaten Arbeit (am 27. 1. 14 hatte ich mich entschlossen, auch dabei zu sein) heute fertig geworden. Obwohl wir schon fast ein Viertel des Jahres 2015 hinter uns haben, ist es MEIN JAHRESQUILT 2014.
Die Patchworkarbeiten hatte ich pünktlich anfangs Dezember 2014 abgeschlossen, ich war das ganze Jahr über immer schön im von mir skizzierten Zeitplan. Nur das Quilten hat dann alles über den Haufen geworfen.


Zuerst hatte ich – Mitte Dezember – einen Quiltversuch mit der Nähmaschine unternommen. Obwohl ich den Quilt mit unzähligen Stichen von Hand geheftet hatte, obwohl ich einen Obertransportfuss verwendet hatte, obwohl ich in der Mitte begonnen und mich nach aussen gearbeitet hatte, die verschiedenen Schichten des Quiltsandwiches hatte es unter der Nähmaschine gegeneinander verschoben. Das Resultat war frustrierend: überall Falten und krumme Nähte. Weil der Stoff auf der Rückseite kariert ist, ist jede krumme Naht auch super aufgefallen. Ich hatte etwa einen Drittel der Decke gequiltet (dazu habe ich jeweils im Nahtschatten der kleinen Quadrätli grössere Quadrate genäht), als ich kurz vor Silvester 2014 zu einem Entschluss kam:

Ich lasse mich von dem gesteckten Ziel, bis Ende 2014 die fertige Decke in der Hand zu halten, nicht unter Druck setzen. Ich lasse mich auch nicht von den vielen, wunderwunderschönen QUilts, die nach und nach veröffentlicht wurden, unter Druck setzen. Ich mache den Quilt in MEINEM Tempo fertig, und zwar so, dass er mir am Schluss gefällt.

Ich habe dann die maschinengequilteten Nähte wieder aufgemacht, habe mir einen grossen Stickrahmen besorgt und mir ein Muster überlegt. Und dann habe ich losgelegt und einen Kreis nach dem anderen von Hanend auf meine Decke genäht. Anfangs war es furchtbar mühsam, nur schon, dass ich die Decke richtig eingespannt bekam. Mit der Zeit lief es aber immer besser. Manchmal habe ich tagelang nichts an der Decke gemacht, oft habe ich abends fern gesehen und dazu ein bisschen gequiltet. Je nach dem, wie spannend der Film war, bin ich mehr oder weniger weit gekommen.


Das Binding schliesslich habe ich auf der Rückseite auch von Hand festgenäht. Nach so vielen Stunden, die ich mit Quilten verbracht hatte, wollte ich mir die Decke nicht von einem unsauber angenähten Binding versauen lassen. 


Schön ist es geworden, das Binding. Schön ist auch die Decke geworden. Nicht perfekt, aber schön! Hier und da hat es eingenähte Falten. Oder die Stoffe treffen nicht genau aufeinander. Oder die Nähte sind etwas krumm geraten. 

Macht aber gar nichts. Für mich ist sie perfekt!

Die Decke ist wie ein Spiegel des letzten Jahres: da war auch nicht jeden Tag nur eitel Sonnenschein!


Hier noch einmal die Eckdaten zu meinem Quilt:

  • Ich habe an dem Jahresprojekt 2014: 365TageQuilt von das Königskind mitgemacht.
  • Ich habe jeden Tag drei Stoffquadrate à 7×7 cm zusammengenäht, 38 Reihen à 27 Stück.
  • Total habe ich also 1026 Stoffquadrate zusammengenäht (und zuvor in die passende Grösse geschnitten…). Das ergibt zwar nicht ganz drei Quadrate für jeden Tag des Jahres, aber der Rest der Zeit war für das Fertigstellen der Decke gedacht.
  • Ausnahmslos alle Stoffquadrate sind aus den bei mir angefallenen Stoffresten der letzten Jahre zugeschnitten.
  • Zusammengenäht habe ich, wie es gerade kam. Ich habe einzig darauf geachtet, dass sich in den Reihen (à 27 Quadrate) die Soffe nicht wiederholen und beim Zusammennähen der Reihen nicht zwei gleiche Stoffe nebeneinander zu liegen kommen.
  • Die Rückseite und das Binding sind aus Stoffen, die ich schon lange einmal in Paris gekauft hatte.
  • Das Innenleben des Quiltes besteht aus einer dünnen Decke vom Möbelschweden.
  • Die Grösse des Quiltes ist etwa 140×200 cm.
  • Gequiltet habe ich von Hand, jeweils über 4 Quadrätli ein Kreis. Die Kreise sind manchmal auch etwas eckig ausgefallen, aber eben, dafür von Hand gemacht 😉



Die Bilder der anderen Quilts könnt ihr hier bei Pinterest bewundern.

Selbstverständlich darf diese Decke mit zu RUMS! Weil die Decke gehört ganz MIR allein 😉

Ich wünsche euch einen schönen Tag!

Mein 365TageQuilt – der November

Diesen Monat bin ich etwas früher dran mit meinem Post zum 365TageQuilt. Das hat vor allem einen Grund: da nächstes Wochenende der Weihnachtsmarkt „Sternenzauber“ stattfindet habe ich diesen Monat etwas vorgearbeitet. Man weiss ja nie, was vor dem Markt noch alles kommt…

Aber ich kann euch hier und heute stolz verkünden: Mein Top ist fertig!



Genäht aus lauter Stoffresten, die dieses Jahr angefallen sind. Es sind 38 Reihen à je 27 Stoffquadrate, das Stoffquadrat à 7×7 cm. Das fertige Top misst 146×200 cm. 


Wer gerechnet hat, merkt, dass ich über 1000 Stoffquadrate zusammengenäht habe, 1026 um genau zu sein. 
Nun bleibt mir noch die Zeit bis zum Jahresende, um die Decke fertig zu nähen. Das Innenleben liegt bereit, ebenso der Unterstoff. Jetzt heisst es heften und quilten. Uff, davor habe ich den grössten Respekt. Ich werde wohl gelegentlich den grossen Esszimmertisch freiräumen und meine Nähmaschine runterzügeln müssen. Und Mann und Kinder für eine Weile aus dem Haus schicken…. 

Über das Binding muss ich mir auch noch Gedanken machen. Es wird wohl einfach einen schmalen Streifen rundherum geben, welchen Stoff ich dafür nehme, weiss ich noch nicht. Aber es wird sich schon was finden.

Da kommt noch einiges an Arbeit auf mich zu, aber ich freu mich jetzt schon auf das grosse Finale! 

Wie immer findet ihr bei Pinterest die anderen 365TageQuilts. Ich bin gespannt, wer alles bis zum Schluss mit dabei ist! Ich für mich bin zuversichtlich 🙂


Mein 365TageQuilt – der Oktober

Wie schon die letzten Monate zeige ich euch zum Monatsende den Zwischenstand und Fortschritt meines Jahresprojektes 2014. 


Das Top meines 365TageQuilts ist bis auf vier Reihen à 27 Quadrate fertiggestellt. An der Decke sehe ich wirklich, wie schnell die Zeit vergeht, aus einigen wenigen Stoffquadraten zu Beginn dieses Jahres ist jetzt doch schon eine stattliche Decke geworden. Aber halt, noch ist es keine Decke, das Quilten und Fertigstellen folgt im Dezember. 


Da ich momentan viel für den Weihnachtsmarkt nähe, fallen auch wieder jede Menge Stoffresten an – so viele, dass ich sie nicht alle im Jahresquilt verarbeiten werde. Noch denke ich allerdings nicht näher an ein neues Projekt, ich werde aber weiterhin meine Stoffreste sammeln. Eigentlich träume ich ja von einem Hexagonquilt, der ganz von Hand genäht ist… aber eben… das wäre noch mal eine Stufe mehr. Eine Kissenhülle als Übungsstück habe ich ja schon mal genäht… 
Wie immer sammelt Uli bei Pinterest den Zwischenstand aller Mitnähenden. Dort könnt ihr auch die anderen Decken bewundern. Ich freue mich schon aufs Finale!

Das kleine Eulenkind (fast 5 Jahre) mit dem Top – als Grössenvergleich 🙂


Mein 365TageQuilt – der September

Wahnsinn, schon wieder ist ein Monat vorüber! 


In einem Vierteljahr werde ich hoffentlich meinen fertigen 365TageQuilt in den Händen halten. Noch bin ich allerdings am Zuschneiden der Plätzche und am Zusammennähen. Nur noch 7 Reihen à 27 Plätzchen fehlen, dann ist das Top fertig. 

Zur Erinnerung: Anfangs Jahr hat Uli von Das Königskind dazu aufgerufen, sich einen Jahresquilt zu nähen. Da ich schon vor längerer Zeit begonnen hatte, meine Stoffresten auf die Grösse von 7×7 cm zuzuschneiden, habe ich das Projekt etwas auf meine Bedürfnisse angepasst und nähe nun täglich drei kleine Quadrate zusammen. Ende Jahr werde ich auf diese Weise einen Quilt von etwa der Grösse 150×200 cm haben. Mein Ziel war es, den Quilt NUR aus Stoffresten zu nähen, beim Top wird das klappen. Die Rückseite wird aus einem Stoff, den ich schon länger im Fundus habe (PINK mit weissen Tüpfli), das Binding ist noch unklar, da schaue ich spontan, was mir gerade gefällt. Bestimmt aber werde ich auch dafür nichts kaufen müssen. Das Innenleben der Decke liegt auch schon lange bereit, das ist ein dünnes Duvet vom Möbelschweden. Somit habe ich nur jede Menge Nähgarn für dieses Projekt neu gekauft 🙂 Und die eine oder andere Nähmaschinennadel.

Bisher ist wirklich alles aus Restenstoffen entstanden. Nichts dazugekauft, nichts extra angeschnitten. Das beeindruckt mich schon recht, weil da ja alle die Jerseys/Fleeces/Jeans nicht mit dabei sind.


Der jetzige Stand der Decke ist bei irgendwo anfangs Oktober. So um den 10. Dezember rum werde ich mit Zusammennähen aufhören, dann wird mein Top die richtige Grösse haben. Danach widme ich mich bis zum Neujahr dem Quilten und dem Binding. Ist ja eigentlich nicht so, dass ich im Dezember nichts anderes zu tun hätte, aber das packe ich schon. Irgendwie…und irgendwann….
Jetzt freu ich mich erstmal über das stetige Wachstum meiner Decke, über die unangenehmen Dinge (Quilten und Binding) mache ich mir erst später Gedanken.

Es macht mich schon wahnsinnig stolz, dass ich an diesem Jahresprojekt wirklich immer drangeblieben bin. Ich bin sonst ja nicht immer so ausdauernd…

Soll ich? Oder doch nicht?

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Wie immer könnt ihr bei Pinterest den Fortschritt der anderen Quilterinnen bewundern.

Mein 365TageQuilt – der August

Nachdem ich letzten Monat ja nichts von meinem Langzeitprojekt gezeigt habe (wegen unserer Sommerferien hatte ich den Juli quasi schon vorgeholt, somit war der Stand Ende Juni und Ende Juli identisch), bin ich heute wieder mit dabei. Der Stand der Decke, wie ihr sie jetzt seht, ist der 31. August (also heute!), es sind also schon über 2/3 der Patches aneinandergenäht! Das macht mich schon ein bisschen stolz! Ich hatte zu Beginn so meine Zweifel, ob ich es durchziehen würde, aber hey! Das Top ist ja schon so gut wie fertig, das schaffe ich! :-))))



Kürzlich habe ich meine Stoffe neu eingeräumt, dabei sind mir nochmal einige Stoffabschnitte in die Hand gekommen, die ich im Quilt verarbeiten kann. Somit ist auch die Vorgabe erfüllt, dass ich „nur“ Restenstoffe verwende und nichts extra für die Decke kaufen muss. Dass „Innenleben“ wird ein dünnes Deckbett vom Möbelschweden (Kostenpunkt etwa 10 Fr., schon länger mal gekauft), die Rückseite mache ich aus einem pinken Stoff mit kleinen weissen Tupfen, den ich vor Jahren einmal in Paris gekauft habe (3 Meter für 10€). Einzig über das Binding habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, aber auch da wird sich in meinen Stoffvorräten etwas finden. Somit bin ich wirklich mit einem minimalen Budget ausgekommen!
Jetzt schicke ich meinen August-Zwischenstand erstmal zu Pinterest, dort könnt ihr auch sehen, wie weit die anderen Ladys mit ihren Decken gekommen sind.
Ich wünsche euch einen schönen Sonntagabend und morgen einen guten Start in die neue Woche!